Donnerstag, 23 Oktober, 2008
Es scheint, als ob sich nach mehr als vier Jahren Entwicklung endlich ein Hersteller gefunden hat, der die Access Linux Platform einsetzt. Wie linuxdevices.com mit Verweis auf Quellen aus der Industrie berichtet, wird das israelische Unternehmen Emblaze Mobile im November ein Smartphone mit dem Linux-Derivat von Access auf den Markt bringen. Zu Beginn soll das Edelweiss genannte Touchphone allerdings nur in Russland erscheinen.
Edelweiss: Touchscreen-Smartphone mit Access Linux Platform
Eigentlich schade, denn das vermutlich von Sharp produzierte Gerät kann es der technischen Beschreibung nach locker mit dem Apple iPhone, T-Mobile G1 und HTC Touch HD aufnehmen. Das Edelweiss hat wie das iPhone 3G einen kapazitiven Touchscreen mit einer Diagonale von 3,5 Zoll. Die Auflösung von 480×854 Pixeln ist allerdings deutlich höher als beim Apple-Handy und übertrifft sogar knapp die Pixelzahl des HTC Touch HD und Sony Ericsson Xperia X1.
Bei der Connectivity muss der Nutzer keine Abstriche machen. Von Quadband-GSM über Triband-HSDPA (bis 3,6 Megabit pro Sekunde) bis hin zu WLAN und Bluetooth ist alles an Bord. Außerdem verfügt das Edelweiss über GPS sowie Lage-, Annäherungs- und Helligkeitssensoren. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Autofokus, 8 oder 16 Gigabyte Speicher und eine 3,5-Millimeter-Buchse für Kopfhörer.
Access Linux Platform soll eine fingerfreundliche Oberfläche bieten, durch die der Nutzer ähnlich komfortabel wie bei dem OS X auf dem iPhone oder der TouchFLO-Oberfläche auf dem HTC Touch HD navigieren kann. Außerdem unterstützt sie Widgets, kleine Programme, die wie beim Samsung i900 Omnia direkt auf dem Startbildschirm angezeigt werden. Details zu der Oberfläche sind allerdings rar, weil das System bislang noch auf keinem Serien-Mobiltelefon läuft. Die von Access auf
seiner Website gezeigten Bilder sehen zwar vielversprechend aus, doch wichtige Details wie die virtuelle Tastatur fehlen.
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Freitag, 27 Juni, 2008
Das lange erwartete Linux-Smartphone Freerunner von Openmoko ist nun im Handel angekommen. In Deutschland ist es ab 5. Juli für Preise von 300 bis 350 Euro bei den Händlern Golden Delicious, Pulster und Trisoft zu haben, bestellen kann man schon heute. International ist die unverbindliche Preisempfehlung 399 US-Dollar.
Der Freerunner (GTA02) ist der Nachfolger des Neo 1973 (GTA01) von FIC, mit dem das Openmoko-Projekt im vergangenen Jahr begann, eine Open-Source-Plattform für Linux-Smartphones zu entwickeln. Ursprünglich sollte der Freerunner schon im Oktober 2007 erscheinen und das nur in geringen Stückzahlen produzierte Neo 1973 ablösen. Openmoko verschob den Verkaufstermin des Freerunners jedoch immer wieder, selbst auf dem LinuxTag 2008 Ende Mai war nicht zu erfahren, wann das Smartphone endlich in die Läden kommt. Dadurch kam es bei den Entwicklern zu Engpässen, das letzte Neo 1973 wurde im Februar 2008 verkauft.
Im Unterschied zum Neo 1973, das eine reine Entwicklungsplattform für die Open-Source-Community war, soll der Freerunner in größeren Stückzahlen hergestellt werden und soll die ersten Anwender zum Kauf animieren. Der momentane Leistungsumfang der Openmoko-Firmware bleibt jedoch weit hinter dem zurück, was moderne Handys können. Immerhin hat die Entwicklergemeinde mit dem Erscheinen des Freerunners nun wieder die Möglichkeit, ihre Anwendungen wieder in der Wirklichkeit anstatt nur im Emulator zu testen.
Der Freerunner ist derzeit das einzige im Handel erhältliche Linux-Smartphone mit offener Plattform. Openmoko ist damit sowohl der LiMo-Foundation als auch der Open Handset Alliance (Google Android) zuvorgekommen, die sich ebenfalls um die Entwicklung einer offenen Linux-Smartphone-Plattform bemühen, jedoch bislang nur wenige Prototypen vorweisen können. (mid/c’t)
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