Das erste Handy-Display zum Aufrollen

Das Display des Readius ist mit einer Diagonale von gut 12 Zentimetern etwa doppelt so groß wie das eines normalen Handys – und es lässt sich ins Handy einrollen, wenn man es gerade nicht nutzt. Die innovative Erfindung soll im Sommer in die Läden kommen.

Vor rund zwei Jahren wurde erstmals eine aufrollbare textile Tastatur vorgestellt, die sich per Bluetooth mit PDAs und Smartphones verbinden lässt. Nun wurde für die Handy-Messe Mobile World Congress, die Mitte Februar in Barcelona stattfindet, ein mindestens ebenso innovatives Gadget angekündigt: Ein Handy mit einem Bildschirm zum Aufrollen. Hersteller ist Polymer Vision, die Basis für die Technologie soll aus einem Philips-Forschungslabor stammen.

Normale Handygröße und -gewicht

Das Aufroll-Display des „Readius“ basiert auf organischen Teilchen, die auf eine Kunststofffolie getan werden und so viel flexibler sind als die vergleichsweise dicken Glassubstrate, wie man sie von TFT-Bildschirmen kennt. Das organische Display lässt sich auf- und abrollen, ohne dass es kaputt geht. Wenn es zusammengerollt ist, soll das Gerät – eine Mischung aus Handy und eBook – nicht größer als ein durchschnittliches Smartphone sein (115 x 57 x 21 Millimeter). Auf den Markt kommen soll es noch diesen Sommer.

Readius Das Readius in halb eingerolltem Zustand(Foto/Abb.: Polymer Vision)

Extrem ausdauernder Akku

Der Hersteller ist besonders stolz auf die hervorragenden Akkuleistungen und den niedrigen Stromverbrauch des Readius. Dieser soll mindestens um den Faktor zehn besser sein als bei herkömmlichen Displays und eine Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden ermöglichen – als reine Lesezeit gerechnet. Zudem verspricht das niederländische Unternehmen Polymer Vision, dass das extrem dünne Display auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar sei. Ein Manko ist allerdings die fehlende Farbdarstellung. Schriften sollen jedoch gestochen wiedergegeben werden, was wiederum an der speziellen Art des Displays liege.

Preis noch unbekannt

Die Handy-Funktionalitäten sind recht ansprechend. Das Readius soll mit Speicherkarten auf bis zu 8 GB aufrüstbar sein, den UMTS-Turbo HSDPA unterstützen und als Triband-Gerät in vielen Netzen weltweit funken. Was man für das Gerät bezahlen muss, wurde noch nicht bekannt.

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